Zwangsmaßnahmen in der Palliativversorgung?
"Gemeinsam für Palliativ" - Verbundvorlesung im Auftrag der Deutschen Krebshilfe (DKH) mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
Kursbeschreibung
Ethische Konflikte im Spannungsfeld von Autonomie, Fürsorge und Gerechtigkeit
Die selbstbestimmte Entscheidung von Patient:innen hat ethisch und rechtlich einen hohen Stellenwert. Doch was geschieht, wenn nicht einwilligungsfähige Patient:innen indizierte Maßnahmen ablehnen und sich dadurch gesundheitlich selbst gefährden oder durch ihr Verhalten eine Gefährdung für andere darstellen?
Dürfen Ärzt:innen und Pflegekräfte dann gegen den aktuellen, nicht selbstbestimmten Willen handeln? Diese Frage stellt sich in vielen Bereichen der Medizin. Beispiele aus der Palliativmedizin sind der verwahrloste Patient, der in seiner vermüllten Wohnung bleiben möchte, obwohl dort keine angemessene palliative Versorgung möglich ist, oder die psychotische Palliativpatientin, die in ihrem Wahn sich und andere gefährdet.
Der Vortrag beleuchtet professionelle Sorgebeziehungen im Spannungsfeld von Autonomie, Fürsorge und Gerechtigkeit, zeigt die ethischen und rechtlichen Voraussetzungen für Zwangsmaßnahmen auf und diskutiert, inwiefern Zwang mit dem Grundgedanken von Palliative Care vereinbar ist.
Hinweis
Teilnahmebescheinigung:
Erhalten Sie auf Wunsch. Bitte registrieren Sie sich hierfür unter Akademie Palliativzentrum Göttingen [Verbundvorlesungsreihe im Dialog]
Kontakt
akademie.palliativzentrum@med.uni-goettingen.de
Zugangslink zur Online-Live Veranstaltung:
https://uni-goettingen.zoom-x.de/j/68065723182
Vergangene Vorlesungen können hier angesehen werden.
Zielgruppe
Fortbildungspunkte
Werden beantragtKursnummer
26 V-DKH 2
Termin
14.04.2026
Beginn: Dienstag 18:00 Uhr
Ende: Dienstag 19:30 Uhr
Kursformat
Online-Veranstaltung
Kosten
Leitung/ Referent:innen
PD Dr. phil. Alfred Simon
und Kolleg:innen